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Politischer Scorecard-Kampagnenfehler verschafft Jerry Brown unerwünschte Aufmerksamkeit

2 Minuten lesen | Oktober 2010

Eine wenig schmeichelhafte und aus dem Zusammenhang gerissene Kritik an seinem Gegner im Gouverneurswahlkampf trug dazu bei, dass Jerry Brown in der vergangenen Woche sowohl online als auch im Fernsehen insgesamt stärker wahrgenommen wurde, wie aus der neuesten Medienanalyse der Nielsen Company für die Zwischenwahlen hervorgeht.

Die Analyse zeigt, dass der Fauxpas mit der Sprachnachricht im Wahlkampf dazu beigetragen hat, Browns Namen sowohl in der nationalen Online-Begeisterung als auch bei der Erwähnung im Fernsehen in den wichtigsten Medienmärkten Kaliforniens an dem der Republikanerin Meg Whitman vorbeizuschieben. Es war mindestens 10 Tage her, dass Brown in einer der beiden Kategorien vor seinem Gegner lag, aber die negative Berichterstattung war sicherlich nicht die Art und Weise, wie die Kampagne die Führung übernehmen wollte.

Das Drama ereignete sich in einer Woche, in der beide Kampagnen ihre Werbeeinnahmen deutlich erhöhten. Whitman schaltete in der vergangenen Woche 3.727 Anzeigen in den vier wichtigsten Medienmärkten Kaliforniens, 51 Prozent mehr als in der Woche zuvor. Brown hingegen schaltete 2.804 Anzeigen in denselben Märkten, was einer Steigerung von 60 Prozent gegenüber der Vorwoche entspricht.

In anderen Kampagnen im ganzen Land:

  • Während die republikanische Kandidatin Carly Fiorina in der vergangenen Woche in der Werbekampagne einen großen Schritt nach vorne machte, schaltete die demokratische Amtsinhaberin Barbara Boxer insgesamt immer noch mehr Anzeigen. Die Umfrageergebnisse für das Rennen um den kalifornischen Senat bescheren Boxer weiterhin gute Nachrichten und sorgen für positive Online-Werbung.
  • Die Gouverneurskampagne von Alex Sink in Florida schaltete insgesamt nur fünf Spots in Jacksonville und war in Miami, Orlando, Tampa und West Palm Beach nicht zu sehen. Rick Scott hingegen schaltete insgesamt fast 1.400 Anzeigen im Äther. Aber die von der Demokratischen Partei Floridas gekauften und ausgestrahlten Anzeigen trugen dazu bei, Scotts Botschaft im Äther auszugleichen.
  • Während die letzten öffentlichen Umfragen zugunsten des demokratischen Gouverneurs Martin O'Malley ausfallen, hat der Republikaner Bob Ehrlich letzte Woche seine Werbeeinnahmen erhöht, da der Wahlkampf in seinen letzten Monat geht.
  • Im Rennen um den US-Senat in Pennsylvania hat der Republikaner Pat Toomey in der vergangenen Woche seinen Werbevorsprung gegenüber dem Demokraten Joe Sestak ausgebaut. Die Unterstützung des Democratic Senatorial Campaign Committee treibt die negative Diskussion über Toomey in den Medien voran, und die Hilfe aus dem Weißen Haus lässt Sestak in der Online-Werbung steigen.

Laden Sie die Nielsen-Kampagnen-Medienanalyse herunter, um weitere Details zu diesen und anderen umstrittenen politischen Zwischenwahlen zu erfahren.