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Sieben Länder, sieben verschiedene Perspektiven auf die Fußballweltmeisterschaft

3 Minuten lesen | Juni 2010

Mit dem Anpfiff der Fußballweltmeisterschaft ist das Turnier in den Köpfen der Fußballfans auf der ganzen Welt angekommen - und auch in ihren Breitbandanschlüssen. Mithilfe von Brand Association Mapping (BAM) untersuchte The Nielsen Company die Unterschiede in der Online-Konversation über die Fußballweltmeisterschaft in sieben verschiedenen Ländern.

USA

Überraschenderweise war die US-Mannschaft nicht einmal die Nationalmannschaft, über die am meisten geredet wurde. England, Argentinien, Brasilien, Serbien und Spanien waren nur einige der Länder, die in den Online-Gesprächen am stärksten mit der Weltmeisterschaft in Verbindung gebracht wurden. Amerikanische Verbraucher sprachen auch über verschiedene WM-Gewinnspiele, ob sie nun von Unternehmen gesponsert wurden (von Yahoo!, EA Sports und McDonald's) oder von privaten Pools, bei denen die Mitglieder die Gewinner auswählen. Auch um David Beckham, der wegen einer Achillessehnenverletzung nicht an der Weltmeisterschaft teilnimmt, gab es viel Buzz.

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Vereinigtes Königreich

Viele Diskussionen über die Weltmeisterschaft betrafen Fantasy-Fußball-Ligen, da die Verbraucher mit dem Näherrücken des Turniers eine aktivere Rolle einnahmen. Die englischen Fans haben hohe Erwartungen an ihre Nationalmannschaft, wie die Häufigkeit von Begriffen wie "Sieg" und "Champions" im Zusammenhang mit dem Team zeigt. Aber die Fans sehen in Brasilien auch einen starken Gegner, wobei sich ähnliche Begriffe um die lateinamerikanische Fußballmacht gruppieren. Englands Trainer Fabio Capello war die Person, die am stärksten mit WM-Botschaften in Verbindung gebracht wurde, gefolgt vom verletzten Beckham.

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Südafrika

Das Gastgeberland der Fußballweltmeisterschaft hat mehr als nur Fußball im Kopf. Besucher- und Tourismusbotschaften machten einen großen Teil der Gespräche über die Weltmeisterschaft aus, ebenso wie die Ticketanfragen. Die Vertreter der FIFA und des Lokalen Organisationskomitees (LOK), Jerome Valcke und Danny Jordaan, wurden häufig zitiert, wenn es um diese Themen ging. Überschattet wurden die Spiele von Diskussionen über Sicherheitsbedenken. Südafrikanische Botschaften brachten auch ihre Enttäuschung über Shakiras "Waka Waka" als offiziellen WM-Song zum Ausdruck.

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Australien

Während sich Australien auf das diesjährige Turnier vorbereitet, beschäftigen sich viele Online-Konsumenten des Landes mit dem Schicksal künftiger Weltmeisterschaften. In den Online-Diskussionen wurde viel darüber gesprochen, ob die Weltmeisterschaft 2018 oder 2022 im Land of Oz stattfinden soll, und sogar über mögliche Austragungsorte spekuliert. Während die Zukunft des australischen Fußballs diskutiert wird, schwelgen viele in Nostalgie über die Vergangenheit und sprechen über den großen Fußballer Mark Viduka im Ruhestand.

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Italien

In den Wochen vor der Weltmeisterschaft diskutierten die Italiener über die Frage, ob Francesco Totti aus dem Ruhestand zurückkehren würde, um für die Nationalmannschaft zu spielen (letztendlich wurde er nie einberufen). Die Fans des amtierenden Weltmeisters sprachen auch über mehrere Mitglieder der Azzurri-Nationalmannschaft - darunter Cheftrainer Marcello Lippi - und einige der besten Konkurrenten der Mannschaft, darunter Brasilien, Argentinien und, vielleicht überraschend, Kamerun.

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Deutschland

Das Internet bot den deutschen Fußballfans lebhafte Diskussionsforen, in denen darüber debattiert wurde, wer es in die Nationalmannschaft schaffen sollte und wer nicht. Angeführt wurde die Debatte von der Frage, wer den Stammtorhüter Rene Adler ersetzen sollte, der sich eine Rippenverletzung zugezogen hat, die ihn daran hindert, mit der Mannschaft in Südafrika zu spielen. Die Spekulationen über die deutsche Mannschaft in der Gruppe D, die in der Vorrunde des Turniers auf Serbien, Ghana und Australien trifft, waren ebenfalls sehr groß.

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Spanien

Die spanischen Fans haben sich mit Vergleichen mit der südamerikanischen Fußballmacht Argentinien beschäftigt. Das junge spanische Phänomen David Silva wird mit dem argentinischen Superstar Messi verglichen und Trainer Vicente Del Bosque mit der Fußballlegende und dem aktuellen argentinischen Trainer Maradona. Auch eine klassische Torwartkontroverse bahnte sich an, als einige forderten, Victor Valdes solle anstelle von Iker Casillas beginnen. Und schließlich - nachdem Sogecable, der führende Pay-TV-Anbieter in Spanien, die Rechte für einige Spiele an Telecinco und für andere an Cuatro verkauft hatte - machten sich die spanischen Fans Gedanken darüber, auf welchem Fernsehsender sie die Spiele sehen und wer sie kommentieren würde.

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