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iGesundheit: Wie die Verbraucher die Technik nutzen, um gesund zu bleiben

4 Minuten lesen | April 2014

Es ist kein Geheimnis, dass die Technologie fast jeden Aspekt unseres Lebens übernommen hat: Wir leben mit unseren Smartphones, lesen Bücher auf E-Readern, tauschen tiefgründige Gedanken auf Twitter aus, verbreiten Schnappschüsse auf Instagram und planen Projekte auf Pinterest. Aber die Technik hält uns nicht nur in Verbindung und unterhält uns. Vor allem die Nutzung des Internets und der Technologie findet zunehmend Anklang bei den gesundheitsbewussten Verbrauchern von heute. Und wenn man sich die Ergebnisse der jüngsten Nielsen-Studie ansieht, könnten fast drei Viertel der Amerikaner zu den Hauptkunden gehören.

Laut der Nielsen-Umfrage zum Thema Gesundheit und Wellness geben mehr als 70 Prozent der Amerikaner an, dass sie aktiv daran arbeiten, gesünder zu werden oder ihren Gesundheitszustand zu erhalten. Was motiviert sie dazu? Vor allem Familie und Freunde (49 %), gefolgt von Medien wie Nachrichtenberichten oder Fernsehsendungen (32 %). Die Amerikaner gaben auch an, dass sie auf Verpackungsangaben (26 %) und Beschilderungen und Broschüren in Geschäften (22 %) achten.

Doch trotz der Antworten der Befragten nutzen nur wenige die digitale Welt, um ihre Gesundheitsziele zu erreichen. Tatsächlich ergab die Studie, dass nur 19 Prozent der Verbraucher angaben, dass Blogs und Social-Media-Seiten ihre Entscheidung für gesunde Produkte beeinflussen, und nur 17 Prozent ließen sich von Marken- oder Unternehmenswebsites beeinflussen.

WEARABLES EINFÜHREN

Obwohl der Bekanntheitsgrad von Wearable-Technologien wie Fitnessarmbändern zur Selbstkontrolle und mHealth-Geräten (Mobile Health) zur Verfolgung und Überwachung des Gesundheitszustands unter den Verbrauchern hoch ist (70 %), nutzen sie derzeit nur 15 Prozent der Amerikaner, so der aktuelle Connected Life Report von Nielsen. Von den Verbrauchern, die über Wearable Tech Bescheid wissen, nutzen 61 Prozent Fitnessbänder und 17 Prozent mHealth-Geräte wie Schrittzähler.

Betrachtet man die Gesamtbevölkerung, so ergab die Umfrage zu Gesundheit und Wellness, dass nur 15 Prozent eine Website oder mobile App zur Kalorienmessung nutzen, und 13 Prozent gaben an, dass sie Fitness-Videospiele auf ihren Telefonen, mobilen Geräten, Tablets, Spielkonsolen oder Tablets verwenden, um gesund zu bleiben.

KAUFENTSCHEIDUNGSFAKTOREN

Wie also informieren sich die Verbraucher über diese Geräte und wo kaufen sie sie? Vor dem Kauf ihrer Geräte haben 48 Prozent der Besitzer von Fitnessbändern und 54 Prozent der Besitzer von Gesundheitsgeräten online nach Informationen gesucht. Empfehlungen von Familie und Freunden waren ebenfalls die wichtigsten Informationsquellen (36 % der Besitzer von Fitnessbändern, 25 % der Besitzer von mHealth-Geräten), ebenso wie das Stöbern in Geschäften (jeweils 30 %). Insbesondere die Hersteller von Fitnessbändern sollten sich den Einfluss der praktischen Erfahrung zu Herzen nehmen: 37 Prozent der Fitnessbänder wurden im Geschäft gekauft, 33 Prozent online über die Website der Marke und 27 Prozent online über einen Drittanbieter.

Und die Verbraucher kaufen diese Geräte nicht nur, weil sie an der neuesten Modeerscheinung teilhaben wollen. Nach dem Kauf geben die Besitzer von Fitnessbändern an, dass sie ihre Geräte häufig verwenden: Zwei Drittel (62 %) nutzen ihr Gerät täglich, 29 Prozent sogar mehrmals täglich. Zu den wichtigsten Aktivitäten von Fitnessband-Besitzern gehören das Aufzeichnen von zurückgelegten Kilometern und verbrannten Kalorien (jeweils 62 % der Fitnessband-Besitzer) sowie das Aufzeichnen der Gesamtaktivität (61 %). Etwa die Hälfte nutzt ihr Fitnessband, um ihre Herzfrequenz zu überwachen.

Auch gesundheitsbewusste Verbraucher nutzen immer häufiger Smartphone-Apps, um ihr Wohlbefinden zu überwachen. Im Januar 2014 nutzten 45,8 Millionen Smartphone-Besitzer in den USA eine Fitness- und Gesundheits-App, ein Anstieg von 18 Prozent gegenüber 39 Millionen Nutzern im Vorjahresmonat.

ZUGANGSBESCHRÄNKUNGEN

Während die Verbraucher sagen, dass der Preis eine wichtige Rolle beim Kauf von Wearables spielt, sagen 28 Prozent der Nutzer von Fitnessbändern, dass ihr Gerät den Preis wert war. Datenschutz und das Fehlen einzigartiger Funktionen sind die nächstgrößten Bedenken, wenn es um Wearables insgesamt geht. Fast drei von zehn Befragten gaben an, dass solche Geräte es anderen zu leicht machen, auf persönliche Daten zuzugreifen, und 28 Prozent sind der Meinung, dass sie nichts tun, was die Verbraucher nicht schon mit einem Gerät tun können, das sie bereits besitzen. Siebzehn Prozent gaben an, dass sie den Kauf von Wearables in Erwägung ziehen würden, wenn sie zu einem vernünftigen Preis angeboten werden, und etwa jeder Zehnte (9 %) sagte, dass er sie in Erwägung ziehen würde, wenn die "Bugs" ausgemerzt sind.

METHODIK

Bei der Nielsen-Studie zu Gesundheit und Wellness handelt es sich um eine Online-Umfrage unter 471 Befragten, die im Februar 2014 durchgeführt wurde.

Die Erkenntnisse aus dem Connected Life Report von Nielsen stammen aus einer allgemeinen Bevölkerungsumfrage unter Erwachsenen ab 18 Jahren, an der 3.956 Personen teilnahmen, die entweder aktuelle Nutzer oder Nichtnutzer mit großem Interesse an Connected Life-Technologien sind. Die Befragten füllten Anfang November 2013 eine selbstverwaltete Online-Umfrage aus. Die Stichprobe umfasst 2.313 Befragte, die an Connected-Wearable-Technologien interessiert sind.