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In den Strömen: Die sich verändernde Hörerlandschaft

2 Minuten lesen | November 2014

Taylor Swifts "1989" führt die dritte Woche in Folge die US-Albumcharts an - mit bisher über 1,9 Millionen verkauften Alben. Aber die Verkaufszahlen sind nur ein Teil der Geschichte. Nachdem Swifts Musik von Spotify entfernt wurde, beherrschen Streaming-Dienste auf Abruf weiterhin die Nachrichten. Nicht nur andere Künstler, Manager und mehr mischen sich ein, sondern auch YouTube, das seinen eigenen, lange erwarteten On-Demand-Premiumdienst gestartet hat

Zuvor haben wir untersucht, was Musikfans tun, wenn sie die Musik, die sie hören möchten, nicht in ihrem Streaming-Dienst finden. Die Antworten hängen von der Art des Musikkonsumenten ab. Je nach Alter und Kaufkraft können die Fans Musik kaufen, versuchen, sie woanders kostenlos zu bekommen, oder sie warten einfach ab.

Ein Blick auf die Daten von Nielsens Music Connect Insights zeigt, wo viele Fans von Taylor Swift in der Woche zum 9. November waren: YouTube/Vevo. Swifts Video-Streaming-Aktivitäten verdoppelten sich im Vergleich zur Vorwoche und die Aufrufe ihres Videos "Shake It Off", der ersten Single aus 1989, stiegen um über 120 %. Die YouTube-Aktivitäten umfassen sowohl ihre offiziellen Videos als auch nutzergenerierte Inhalte, obwohl Swifts Team aktiv unautorisierte Videos aus dem Dienst entfernt hat. In der letzten Woche, die am 16. November endete, stiegen ihre Videostreams mit der Veröffentlichung ihres neuesten Videos "Blank Space" um weitere 72 %. Diese Zahlen vermitteln ein faszinierendes Bild davon, wie viele ihrer Fans sich Musik anhören.

Das Streaming im Allgemeinen nimmt stark zu. Fast 80 % der Bevölkerung geben an, im letzten Jahr online Musik gehört zu haben. Die Woche, die am 9. November 2014 endete, markierte das erste Mal, seit Nielsen im Jahr 2004 mit der Erfassung von Streaming begonnen hat, dass die Gesamtzahl der Streams in einer Woche 4 Milliarden überstieg. Von diesen rekordverdächtigen Streams waren 3,9 Milliarden On-Demand-Streams und 1,845 Milliarden Audiostreams, was die zweithöchste Zahl an Audiostreams in einer Woche überhaupt bedeutet. Mit über 2 Milliarden Videostreams verzeichnete die Woche auch einen neuen Rekord. Dieser Anstieg bei den Videos ist jedoch nicht darauf zurückzuführen, dass ein einzelner Künstler seine Inhalte von einem bestimmten Dienst entfernt hat, sondern darauf, dass sich die Art und Weise, wie die heutigen Hörer Musik konsumieren, insgesamt verändert hat.