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Für Musikfans ist der Sommer nur eine Bühne

3 Minuten lesen | April 2015

Für die meisten von uns ist der Memorial Day der inoffizielle Beginn des Sommers. Für Musikfans beginnt der Sommer, wenn die Musikfestival-Saison in Gang kommt. Und mit dem SXSW im letzten Monat und dem Coachella in diesem Monat ist die Saison 2015 bereits in vollem Gange. Aber es gibt noch viel mehr zu tun: Lollapalooza, iHeartRadio Music Festival, Warped Tour, CMA Music Festival, Ozzfest, Summerfest, Austin City Limits und Burning Man gehören zu den festen Größen in diesem Jahr. Wer besucht diese großen Veranstaltungen und welchen Stellenwert haben sie in der Ernährung der Fans, die jedes Jahr so viele Festivals besuchen?

Laut dem Audience Insights Report on Music Festivals von Nielsen besuchen jedes Jahr etwa 32 Millionen Menschen mindestens ein Musikfestival in den USA. Fast die Hälfte (46 %) ist zwischen 18 und 34 Jahre alt, was eine riesige Chance für Vermarkter darstellt, die begehrte Zielgruppe der Millennials zu erreichen. Das Festivalpublikum ist gleichmäßig zwischen Männern (49 %) und Frauen (51 %) aufgeteilt, und Festivals sind bei Hispanics und Afroamerikanern beliebter als in der Gesamtbevölkerung.

Wie engagiert sind also die Festivalfans? Sehr. Die meisten sind sogar bereit, weite Reisen auf sich zu nehmen, um ihre Lieblingsshows zu besuchen. Im Durchschnitt reisen sie 903 Meilen, um ein Festival zu besuchen, und manchmal ist es nicht genug, nur ein einziges zu besuchen. Ein Drittel der Festivalfans besucht mehr als ein Festival im Jahr. Sie geben auch mehr für Musik aus als die Allgemeinbevölkerung - im Durchschnitt 207 Dollar für Live-Veranstaltungen, digitale Musik und Streaming.

Getreu ihrer digitalen Natur verlassen sich die Festivalfans der Millennials auf technische und soziale Quellen, um sich mit Musik zu beschäftigen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie Facebook nutzen, um Musik zu hören, ist fast doppelt so hoch wie im US-Durchschnitt. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit, dass Musikfestival-Fans neue Musik auf Spotify entdecken, 98 % höher als beim Durchschnittsverbraucher. Und wenn sie Musik auf Streaming-Diensten entdecken, kaufen sie tendenziell mehr digitale Musik als der typische US-Konsument.

Fans von Musikfestivals nutzen die sozialen Medien auch häufiger als der durchschnittliche Amerikaner. Im Allgemeinen nutzen sie diese drei oder mehr Mal pro Tag und sind besonders aktiv in sozialen Netzwerken, wenn sie Live-Veranstaltungen besuchen. Im Vergleich zur allgemeinen US-Bevölkerung sind sie auch stärker in Social Media-Kanälen wie Snapchat (67 % nutzen sie eher), Vine (69 % eher) und Tumblr (81 % eher) engagiert.

Methodik

Wir haben das Profil mithilfe der Nielsen-Studie Music 360 U.S. ermittelt. Die Daten für diese Studie wurden im August und September 2014 unter insgesamt 3.805 Befragten (2.581 Befragte nach Gewichtung) erhoben. Diese Daten wurden dann auf der Grundlage von Alter, Geschlecht, Rasse, Bildung und Haushaltsgröße mit der US-Zensusbevölkerung gewichtet. Das Profil der Festivalfans wurde dann anhand der Befragten innerhalb der Music 360-Studie erstellt, die ihre Absicht bekundeten, eines der 35 befragten Musikfestivals zu besuchen (Coachella, SXSW, Electronic Daisy Carnival, Wango Tango, Warped Tour, Jingle Ball, iHeartRadio Music Festival, Burning Man, Spring Awakening Festival, Bonnaroo, Pitchfork, Summerfest, Sasquatch! Mayhem Festival, Newport Folk Festival, Lollapalooza, Electric Zoo, Outside Lands, Rock the Bells, Bumbershoot, Made in America, Austin City Limits, CMJ Marathon, Voodoo Music Experience, OzzFest, Firefly Music Festival, CMA Music Festival, Ultimate Pool Party, Stagecoach, Essence Music Festival, Governor's Ball, Ultra Music Festival, Hangout Music Fest, Country Thunder). Das weitere Verhalten von Music 360 sowie die Daten von Simmons wurden dann mit dieser benutzerdefinierten Zielgruppe abgeglichen.