Fallstudie

Zusammenhänge des Klimawandels

Die Macht der lokalen Medien beim Erreichen des Publikums und bei der Sensibilisierung für den Klimawandel während extremer Wetterereignisse

Einführung

Verständnis der Reichweite der lokalen Medien bei extremen Wetterereignissen

Nielsen hat mit Climate Central, einer politisch neutralen, gemeinnützigen Organisation für Klimawissenschaften, zusammengearbeitet, um zu ermitteln, inwieweit eine genaue und informative Klimaberichterstattung in den lokalen Medien vorhanden ist, um die von extremen Wetterereignissen betroffenen Gemeinden einzubinden.

Zielsetzung

Hervorhebung der Rolle der lokalen Medien bei der Förderung des Bewusstseins für den Klimawandel 

Nach Angaben der American Meteorological Society sind lokale Wettersendungen äußerst wirksam, um das Bewusstsein für den Klimawandel zu schärfen. Climate Central hat mit Nielsen zusammengearbeitet, um lokale TV-Nachrichtensendungen auf Inhalte zum Klimawandel zu analysieren und die mit diesen Sendungen verbundene Zuschauerreichweite zu messen.

Herausforderung

Einbindung lokaler Medien, um das Publikum über den Klimawandel aufzuklären

Trotz der zunehmenden Besorgnis der Öffentlichkeit über den Zusammenhang zwischen Klimawandel und extremen Wetterereignissen geben nur 28 % der US-Bürger an, dass sie mindestens einmal pro Woche in den Medien von der globalen Erwärmung hören. Dies deutet darauf hin, dass die Medien, einschließlich der lokalen Medien, häufig Gelegenheiten verpassen, das Verständnis und das Bewusstsein der Öffentlichkeit für extreme Wetterereignisse und den Klimawandel zu verbessern.

Lösung

Erstellung einer Metrik für Klima-Inhalte für Berichte unter Verwendung von Reichweiten- und Kontextanalysen

Mithilfe von Nielsen Local TV View (NLTV), Nielsen Grabix und dem PPM Analysis Tool analysierte Nielsen die Berichterstattung in lokalen Fernsehnachrichten und im Radio in den 50 größten US-amerikanischen DMA zu vier extremen Wetterereignissen aus den Jahren 2022–2023, die in Zusammenhang mit dem Klimawandel gebracht werden konnten. Bei diesen Ereignissen handelte es sich um den Hurrikan Ian, die Waldbrände in Kanada, die Hitzewelle in Phoenix und den Tropensturm Hilary. Die Daten wurden verwendet, um zu ermitteln, ob, wann und wie in der Berichterstattung das Ereignis im Zusammenhang mit dem Klimawandel thematisiert wurde, und wurden in einen öffentlichen Bericht umgewandelt, der die Zuschauerzahlen und eine Inhaltsanalyse der lokalen Fernsehnachrichtensendungen während dieser vier bemerkenswerten extremen Wetterereignisse detailliert darstellt. 

Wichtigste Ergebnisse

17M

Gesamtreichweite

Fernsehsendungen zu extremen Wetterereignissen erreichen ein großes Publikum und haben eine große Wirkung. Bundesweit sahen über 17 Millionen Menschen in den 50 größten DMA®-Gebieten Sendungen, in denen ein Zusammenhang zwischen dem extremen Wetterereignis und dem Klimawandel hergestellt wurde.

48%

Segmente verstehen

Extreme Hitze wurde am häufigsten mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht. Etwa 48 % aller klimabezogenen Segmente betrafen die Phoenix-Hitzestrecke von 31 Tagen mit Temperaturen über 110 °C.

395%

Erhöhte Reichweite

Während des Hurrikans Ian stieg die durchschnittliche Reichweite für lokale Nachrichten-Streaming-Apps in Orlando bei den 25- bis 54-Jährigen gegenüber der Vorwoche um 395 %. Auch die lokalen TV-Zuschauerzahlen stiegen exponentiell an und verdoppelten sich in Orlando während des Wirbelsturms Ian und in Los Angeles während des Tropensturms Hilary.

Ergebnisse

Die Klima-Inhaltsanalyse beweist den Wert und die Möglichkeiten der Klimaberichterstattung

Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit war eine Klima-Inhaltsanalyse, mit der das Vorhandensein von Klimakontextualisierung in der lokalen Fernsehberichterstattung über extreme Wetterereignisse bewertet wurde, um dem wachsenden Bedürfnis der Öffentlichkeit nach genauen Informationen über die Ursachen und Auswirkungen extremer Wetterereignisse gerecht zu werden.

Schlussfolgerung

Nielsens Inhaltsanalyse ermöglicht Einblicke in die Programmgestaltung lokaler Medien bei extremen Wetterereignissen

Die Nielsen-Tools zur Publikums- und Inhaltsanalyse ermöglichten die Entwicklung einer neuen Kennzahl, die den Standard für die Bewertung der Klimaberichterstattung in den Medien setzt. Diese Metrik zeigt auf, wo lokale Mediensender eine klare Wetterberichterstattung anbieten können, um das Bewusstsein für den Klimawandel und dessen Zusammenhang mit extremen Wetterereignissen zu schärfen.

Die Daten von Nielsen und die daraus abgeleitete Inhaltsanalyse lieferten wichtige Erkenntnisse darüber, wie lokale Medien die Öffentlichkeit mit wichtigen Informationen versorgen, die den Gemeinden helfen, sich auf extreme Wetterbedingungen vorzubereiten und sicher zu bleiben.

Kaitlyn Trudeau | Senior Research Associate, Klimawissenschaft bei Climate Central

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