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Die Geräte vermehren sich, aber die Sehgewohnheiten hängen davon ab, was und wo wir uns etwas ansehen

3 Minuten lesen | April 2015

Mit welchem Gerät schauen Sie Ihre Lieblingssendung am liebsten? Obwohl die zunehmende Verbreitung von Geräten eine größere Auswahl als je zuvor bietet, ist der Fernsehbildschirm nach wie vor die erste Wahl für fast alle Arten von Videoinhalten. Ob Sportereignisse, Nachrichtensendungen, Dokumentationen oder Filme - der Fernseher ist nach wie vor das bevorzugte Gerät, und zwar mit großem Abstand, wie die weltweit befragten Online-Nutzer in der Digital Landscape Survey von Nielsen feststellten.

Einzige Ausnahme von der Regel: Kurzvideos (in der Regel weniger als 10 Minuten lang). Das Publikum sieht sich mundgerechte Inhalte eher auf Computern, Mobiltelefonen und Tablets an. Tatsächlich ist der Computer das am zweithäufigsten genannte Gerät für fast alle Genres, und er führt die Liste der Geräte an, mit denen kurze Inhalte angesehen werden. Ein kleinerer, aber bemerkenswerter Anteil der Verbraucher sieht sich Videoinhalte auf einem Mobiltelefon oder Tablet an, während das Ansehen auf E-Readern und/oder Spielkonsolen noch nicht an Bedeutung gewonnen hat. 

In Bezug auf die Generationen ist das Fernsehen in allen Segmenten das Gerät der ersten Wahl zum Ansehen von Videos, aber seine Führungsposition ist bei älteren Verbrauchern am größten. Die Nutzung von Computern und Mobiltelefonen hingegen ist bei den jüngsten Verbrauchern am höchsten. Mehr als vier von zehn Befragten der Generation Z und der Millennials (jeweils 42 %) geben an, dass sie Videoprogramme auf einem Computer ansehen, verglichen mit 31 % der Generation X, 25 % der Babyboomer und 15 % der Silent Generation. Ebenso gibt ein Fünftel der Befragten der Millennials und der Generation Z (22 % bzw. 20 %) an, dass sie Videos auf einem Mobiltelefon ansehen, verglichen mit 14 % der Generation X, 6 % der Baby-Boomer und 2 % der stillen Generation. Auch die Nutzung von Tablets ist bei den Millennials und der Generation X am höchsten, sie wird von 16 % bzw. 15 % der Befragten angegeben. Im Vergleich dazu geben 12 % der Generation Z, 8 % der Baby Boomer und 4 % der Silent Generation an, dass sie Videos auf einem Tablet ansehen. 

Wo wir beobachten

Während der Fernseher nach wie vor das bevorzugte Gerät für das Anschauen von Videos zu Hause ist, ist das Mobiltelefon das am häufigsten genannte Gerät für das Anschauen unterwegs. Die Nutzung von Geräten ist jedoch weitgehend situationsabhängig und hängt davon ab, wo wir uns befinden, mit wem wir zusammen sind und was wir gerade tun. Selbst zu Hause ist der traditionelle Fernseher nicht automatisch das bevorzugte Gerät. Von den Befragten, die sich Videoprogramme ansehen, wenn sie allein zu Hause sind, gibt der größte Prozentsatz (63 %) an, dass sie sich Videoprogramme auf dem Fernseher ansehen, aber der Computer wird von 56 % der Befragten weltweit relativ knapp dahinter genannt. Darüber hinaus geben 34 % an, ein Mobiltelefon zu benutzen, und 22 % nutzen ein Tablet, um Videoprogramme anzusehen, wenn sie allein sind.

"Die Grenzen zwischen den Geräten verschwimmen immer mehr, und der beste verfügbare Bildschirm kann sich im Laufe des Tages stark verändern", sagt Megan Clarken, Executive Vice President, Nielsen Global Watch Product Leadership. "Das Publikum wählt das Gerät, das zu dem Zeitpunkt, an dem es sich etwas ansehen möchte, am besten zu seinen Bedürfnissen passt. Deshalb müssen die Inhalte nahtlos über Zeit, Ort und Gerät hinweg fließen."

Der Bericht geht auch darauf ein:

  • Wie Inhalte in schnell schrumpfenden Mediengrenzen konsumiert werden.
  • Der starke Einfluss der sozialen Medien darauf, wie und wann wir sehen.
  • Digitale Expansionsmöglichkeiten nach Generationen.

Weitere Details und Einblicke bietet der Nielsen-Bericht "Global Digital Landscape".

Über die Nielsen Global Survey

Die Ergebnisse dieser Umfrage beruhen auf Befragten mit Online-Zugang in 60 Ländern. Die Methode der Online-Umfrage ermöglicht zwar eine enorme Größenordnung und globale Reichweite, gibt aber nur Aufschluss über die Gewohnheiten der bestehenden Internetnutzer und nicht über die Gesamtbevölkerung. In Entwicklungsländern, in denen die Online-Durchdringung noch nicht das Potenzial der Mehrheit erreicht hat, kann das Publikum jünger und wohlhabender sein als die allgemeine Bevölkerung des Landes. Außerdem beruhen die Antworten auf behauptetem Verhalten und nicht auf tatsächlich gemessenen Daten.